#WHERENEXT // 6 LÄNDER, DIE ICH ALS NÄCHSTES SEHEN WILL – Teil 3: Costa Rica

 

Das Ironischste was nach jeder Reise passiert: Man will direkt die nächste starten! Hauptsache weg! Raus! Neues Erkunden! Neue Länder sehen! Aaahh! Wenn die letzte Reise vorbei ist, kann die nächste nicht schnell genug kommen. Aber wohin eigentlich? Und wer bezahlt das eigentlich? (Zweiteres wird grundsätzlich immer mit „Scheißegal! Klappt schon irgendwie“ beantwortet).

Das sind die 6 Länder, die ich als nächstes sehen will:

3. Mittelamerika: Costa Rica

Warum Costa Rica?  „Pura Vida“ – das pure Leben. Das ist das Motto der Costa Ricaner. Und viel cooler kann ein Motto für ein Land doch eigentlich gar nicht sein.

An dieser Stelle zitiere ich einen der ersten Sätze aus dem Lonely Planet: „Die Menschen haben hier die Zeit und die Freiheit wirklich zu leben. Will man den ganzen Tag surfen? Kein Problem. Möchte man Faultierbabys retten? Irgendjemand muss sich schließlich darum kümmern.“

Um beim Lonely Planet zu bleiben: Wenn die erste Stadt in den Empfehlungen erst auf Platz 18 kommt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Natur fantastisch sein muss.

 


TIERE

  • Faultiere

Kein Tier steht so für Costa Rica wie das Faultier und in keinem Land findet man Faultiere so häufig wie in Costa Rica. Die dichten Dschungel bieten einen perfekten Lebensraum für die Faultiere, die sich gerne weit oben in den Bäumen verstecken und leider auch manchmal über Stromleitungen klettern. Wenn das schief geht (Manchmal verwechselt ein Faultier beim Klettern auch einen Ast mit seinem Arm, greift daneben und fällt runter), landen die Faultiere im Sloth Sanctuary of Costa Rica.

Dort werden die verletzten Tiere dann gepflegt und beobachtet und gefüttert.

Ein paar Facts zum Sloth Sanctuary:
– Eins der Faultiere lebt seit 23 Jahren in einem Korbstuhl
– Die Chefin Judy Avey-Averro ist die coolste Faultier-Lady aller Zeiten.
– Man darf die Tiere nicht anfassen!

  • Quetzals

Vogelbeobachtungen sind „DAS DING“ in Costa Rica. In dem Land gibt’s über 900 verschiedene Vogelarten (#WerZähltSowasEigentlich?). Tukane, Papageien – kennt man alles. Der besonderste is aber der Quetzal. Den gibt’s nur noch ganz selten. Man erkennt ihn an seinem leuchtenden, grünen Körper und an den langen Schwanzfedern. Einer der Hotspots is der „Parque Nacional Los Quetzales“ in der Nähe der Hauptstadt San José. Der wurde sogar direkt nach dem Quetzal benannt. Ein Foto is eigentlich was Besonders. Gibt aber vermutlich nicht die meisten Instagram-Likes. Unter dem Hashtag #quetzal gibt’s nicht mal 60.000 Einträge bisher.

  • Affen

Es ist ein tropisches Land mit viel Urwald. Natürlich gibt’s hier auch jede Menge Affen. Ja, die gibt’s auch in Asien z.B., aber das ist kein Grund sie zu nicht zu nennen. Im Dschungel, auf der Straße überall. Und jetzt schnell ein paar süße Fotos.

 

NATUR

  • Volcan Irazu, Volcan Poas & Arenal Volcano

Costa Rica hat zwei aktive Vulkane, die in knapp 1 1/2 Stunden von der Hauptstadt San José zu erreichen sind: Der Volcan Irazu und der Volcan Poas. Beide Vulkangebiete sind tourititsch geprägt. Dennoch lohnt sich der Besuch. Allerdings gibt es zwei Gründen früh (möglichst vor 10 Uhr) dort zu sein. Grund 1: Nebel. (zieht ab vormittags auf) Grund 2: Touristen (ziehen ab vormittags auf).

Das wahre vulkanische Highlight Costa Ricas liegt aber weiter nördlich. Im nördlichen Tiefland liegt der Volcan Arenal. Der ist zwar 2010 aus dem Nichts erloschen , bietet aber immer noch die besten Fotospots. Er liegt nämlich mitten im Urwald und ragt dann fast klischee-haft kegelförmig nach oben. Schon die Wanderung zum Arenal wird aber zum Abenteuer. Durch den Dschungel, vorbei an Wasserfällen, über Steine, durch tropischen Wald – wow!

  • Wild Water Rafting/Rio Pacuare

Noch so ein typisches Costa Rica-Ding: Wild Water Rafting Direkt erstmal ein Youtube-Video. Es gibt zahlreiche Flüsse mit Stromschnellen, kleinen Mini-Wasserfällen und eben mutigen Costa Ricanern, die sich da täglich mit Gummibötchen und Paddel runterstürzen. Costa Rica-Urlaub ohne Rafting ist eigentlich ein bisschen verschenkt. Am Besten geht’s wohl auf dem Rio Pacuare. Das is gleichzeitig allerdings auch einer der schwersten Flüsse dafür. Aber gut – nichts spricht gegen eine kleine Herausforderung. Wer ne GoPro hat -> einpacken

  • Dschungel

Costa Rica ist so unfassbar reich an Natur, dass es überhaupt nicht möglich ist DEN EINEN Dschungel raus zu heben. Aber es gibt eine Art Top 3. Der „Parque Nacional Tortuguero“, der „Parque Nacional Corcovado“ & der „Bosque Nuboso Monteverde“ stechen heraus.

Der Tortuguero ist eine Mischung aus Grün & schlammig Grün. Das Gebiet ist fast komplett von Wasser durchzogen und erinnert ein bisschen an die Everglades in Florida. Nur mit mehr Dschungel und weniger Sumpf. Das sorgt dafür, dass mehr Tiere im Tortuguero leben. Ab auf’s Boot und los. Einmal quer durch.

Im Corcovado ist die Natur nahezu unberührt. Das macht ihn zum Highlight. Der Park gilt so als „der Spot“ für Vogelbeobachtung mit allen möglichen bunten Tieren. Aber hier gibt’s auch Landtiere. Ein paar Stichworte: Der Ameisenbär und der mittelamerikanische Tapir. ❤ ❤ ❤

Wenn es sowas wie Planzenfetischisten gibt, haben sie ihr Hauptquartier wahrscheinlich im „Bosque Nuboso Monteverde“. Bosque heißt Wald, Nuboso heißt wolkig und moteverde heißt so viel wie grüner Berg. Besser könnte man die Region eigentlich nicht beschreiben. Denn es ist ein Nebelwald. Und er ist grüner als grün. #greenporn


#WhereNext:
Teil 1: Tansania
Teil 2: Kanada
Teil 3: Costa Rica
Teil 4: Australien – folgt…
Teil 5: Portugal – folgt…
Teil 6: Thailand – folgt…